Martina Wziontek: Die Architektin hinter Burundikids

Sophia
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Martina Wziontek

Martina Wziontek ist eine Kölner Architektin, Vereinsgründerin und langjährige Vorsitzende von Burundikids e. V. Seit 2003 verbindet sie ihren Beruf mit Entwicklungszusammenarbeit in Burundi. Der entscheidende Anstoß kam auf einer Reise nach Ostafrika: Aus der Begegnung mit der in Burundi tätigen Verena Stamm entstand erst die Idee für eine Schule, dann ein Verein mit Projekten in Bildung, Gesundheit sowie Kinder- und Frauenrechten. 2021 wurde Wziontek für dieses Engagement mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Bekannt ist sie außerdem als Ehefrau der Fernsehmoderatorin Bettina Böttinger – ihr eigenes Profil wird jedoch vor allem durch Burundikids geprägt.

Martina Wziontek im Überblick

MerkmalAngabe
BerufArchitektin
WirkungsortKöln
Bekannt fürGründung von Burundikids e. V.
FunktionVorsitzende von Burundikids e. V.
SchwerpunkteBildung, Gesundheit, Kinder- und Frauenrechte, Armutsbekämpfung
AuszeichnungVerdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
EhepartnerinBettina Böttinger, verheiratet seit 2016

Die Angaben zu ihrer Tätigkeit und aktuellen Vereinsfunktion werden auf der Transparenzseite von Burundikids ausgewiesen.

Eine Reise nach Burundi veränderte ihren Weg

Im September 2002 begleitete Martina Wziontek die Kriegs- und Krisenfotografin Ursula Meissner nach Ruanda und Burundi. Meissner arbeitete dort an einer Fotoreportage über die Folgen von Krieg und Armut für Kinder. Für Wziontek war es die erste Reise in eine Krisenregion.

In Bujumbura begegnete sie Verena Stamm, einer früheren Krankenschwester aus Deutschland, die seit 1972 in Burundi lebt. Stamm hatte im Jahr 2000 zwei Einrichtungen für insgesamt 50 Straßenkinder und Waisen gegründet. In den Gesprächen mit Wziontek schilderte sie unter anderem den Bedarf an einer Schule.

Wziontek erkannte darin eine konkrete Aufgabe, bei der sie ihre beruflichen Kenntnisse einsetzen konnte. Aus dieser Begegnung entwickelte sich eine dauerhafte Zusammenarbeit zwischen Unterstützern in Deutschland und einem einheimisch verankerten Team in Burundi. Die Gründungsgeschichte des Vereins dokumentiert die Reise und das Treffen als Ausgangspunkte der späteren Organisation.

„Als Architektin kann ich ja was tun.“ — Martina Wziontek über den Impuls, ihr Fachwissen für den geplanten Schulbau einzusetzen. (DOMRADIO.DE)

Aus einer Schulidee entstand Burundikids e. V.

Im Juli 2003 gründete Martina Wziontek den gemeinnützigen Verein Burundikids e. V. Die Organisation arbeitet konfessionell und politisch unabhängig. Ihr Ziel ist nicht allein die Finanzierung einzelner Hilfsgüter, sondern die Stärkung von Strukturen, durch die benachteiligte Menschen selbstständiger werden können.

Partner vor Ort ist die Fondation Stamm. Ihr Team übernimmt in Burundi wesentliche Aufgaben wie Koordination, Organisation und Kostenkontrolle. Diese Arbeitsteilung verbindet die Mittelbeschaffung und Bildungsarbeit in Deutschland mit lokaler Erfahrung, regionalen Kontakten und praktischer Projektsteuerung in Burundi.

Das ursprüngliche Vorhaben, eine Schule zu errichten, entwickelte sich schrittweise weiter. Der Bau der ersten Schule erstreckte sich über mehrere Jahre; parallel kamen zusätzliche Projekte hinzu. Die Organisation nennt heute unter anderem Schulen, Kinderheime, ein Krankenhaus mit Operationssaal und Labor sowie mikroökonomische Vorhaben. Ihre Arbeitsbereiche umfassen außerdem Kinderschutz, Frauenrechte und die Förderung von Mädchen und jungen Frauen.

Architektur als praktisches Werkzeug

Wzionteks Beruf spielt in ihrem Engagement eine erkennbare Rolle. Ein Beispiel ist das 2022 fertiggestellte Thilo-Kehrer-Center, ein Jugendzentrum, das sie plante. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Fußballprofi Thilo Kehrer, dessen Mutter aus Burundi stammt.

Das Zentrum soll Jugendlichen neben der schulischen Bildung weitere Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung bieten. Es zeigt, wie architektonische Planung, lokale Umsetzung und externe Finanzierung innerhalb eines gemeinsamen Projekts zusammengeführt werden können. Einzelheiten dazu enthält der Vereinsbeitrag „20 Jahre Kölner Engagement im ostafrikanischen Burundi“.

Wichtige Stationen

JahrEreignis
2002Reise mit Ursula Meissner nach Ruanda und Burundi; Begegnung mit Verena Stamm
2003Gründung des gemeinnützigen Vereins Burundikids e. V.
2021Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande
2022Fertigstellung des von Wziontek geplanten Thilo-Kehrer-Centers
2023Burundikids begeht sein 20-jähriges Bestehen

Wie Burundikids arbeitet

Ein tragender Gedanke des Vereins ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Geförderte Jugendliche sollen nicht dauerhaft in einer passiven Empfängerrolle bleiben. Burundikids schreibt, dass frühere Teilnehmer inzwischen selbst in Hilfsprojekte eingebunden sind.

Daneben setzt die Organisation auf nachvollziehbare Vereinsstrukturen. Sie beteiligt sich an der Initiative Transparente Zivilgesellschaft und veröffentlicht Angaben zu Vorstand, Satzung, Personal, Mittelherkunft und Mittelverwendung. Der Vorstand und die Vereinsmitglieder arbeiten ehrenamtlich. Auf der aktuell abrufbaren Vereinsseite wird Martina Wziontek weiterhin als Vorsitzende geführt.

Auch in Deutschland ist Burundikids aktiv. Vorträge, Schulveranstaltungen, Lesungen und Informationsangebote sollen Wissen über Burundi vermitteln und den Austausch fördern. Damit beschränkt sich die Tätigkeit nicht auf das Sammeln von Spenden, sondern umfasst ebenso entwicklungspolitische Bildungsarbeit.

Bundesverdienstkreuz für Martina Wziontek

Im Jahr 2021 verlieh der Bundespräsident Martina Wziontek das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die damalige Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker überreichte die Auszeichnung im Historischen Rathaus.

Wziontek verstand die Ehrung als Anerkennung für das gesamte Team von Burundikids. Die Stadt Köln führt sie ausdrücklich unter den Empfängern des Verdienstkreuzes am Bande. Damit wurde nicht nur ihre Rolle als Gründerin gewürdigt, sondern ein Engagement, das sich zu einer über Jahrzehnte aufgebauten Zusammenarbeit entwickelt hatte.

Ehe mit Bettina Böttinger

Martina Wziontek ist mit der Fernsehmoderatorin und Produzentin Bettina Böttinger verheiratet. Die Trauung fand am 4. Juli 2016 in Köln statt – an Böttingers 60. Geburtstag. Das Paar heiratete im kleinen Kreis; Henriette Reker hielt die Traurede. Der stern berichtete am 18. Juli 2016 über die zuvor nicht angekündigte Hochzeit.

Wziontek tritt gelegentlich gemeinsam mit ihrer Ehefrau bei Veranstaltungen auf. Ihre eigene Arbeit lässt sich jedoch klar von Böttingers Fernsehkarriere unterscheiden: Sie ist Architektin, Vereinsvorsitzende und Initiatorin einer langfristigen deutsch-burundischen Zusammenarbeit.

Häufige Fragen zu Martina Wziontek

Wer ist Martina Wziontek?

Martina Wziontek ist eine deutsche Architektin aus Köln. Sie gründete 2003 den gemeinnützigen Verein Burundikids e. V. und wird auf dessen aktueller Transparenzseite als Vorsitzende genannt.

Was macht Burundikids e. V.?

Der Verein unterstützt gemeinsam mit der Fondation Stamm Projekte in Burundi. Zu den Arbeitsfeldern gehören Bildung, Gesundheitsversorgung, Kinder- und Frauenrechte, Armutsbekämpfung sowie kommunale und ökologische Entwicklung.

Ist Martina Wziontek Architektin?

Ja. Ihr Beruf wird sowohl vom Verein als auch von DOMRADIO.DE bestätigt. Ihre planerische Erfahrung floss beispielsweise in das Thilo-Kehrer-Center in Burundi ein.

Welche Auszeichnung erhielt Martina Wziontek?

Sie erhielt 2021 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für ihr Engagement im Zusammenhang mit Burundikids.

Wie alt ist Martina Wziontek?

Ein Geburtsdatum wird in den geprüften institutionellen Quellen nicht dokumentiert. Deshalb lässt sich ihr Alter nicht zuverlässig angeben.

Mit wem ist Martina Wziontek verheiratet?

Seit dem 4. Juli 2016 ist sie mit der WDR-Moderatorin und Produzentin Bettina Böttinger verheiratet.

Fazit

Martina Wziontek machte aus einer konkreten Beobachtung eine langfristige Aufgabe. Als Architektin erkannte sie, dass ihr Fachwissen beim Aufbau von Bildungs- und Sozialeinrichtungen praktisch helfen konnte. Daraus entstand Burundikids e. V., eine Organisation mit lokaler Partnerstruktur und mehreren Arbeitsfeldern. Das Bundesverdienstkreuz würdigte 2021 ein Engagement, das weit über den ursprünglich geplanten Schulbau hinausgewachsen ist.

Quellen

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