Véronique Queffélec: Karriere, Lobbying und berufliches Profil

Sophia
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Véronique Queffélec ist eine französische Beraterin und Lobbyistin, die seit vielen Jahren im Bereich Public Affairs, Interessenvertretung und institutionelle Beziehungen tätig ist. Besonders eng ist ihr Name mit dem Pariser Beratungsunternehmen EuroMédiations verbunden, dessen Präsidentin sie ist. Das französische Transparenzregister führt sie ausdrücklich als Verantwortliche und als Person, die für Interessenvertretung zuständig ist. Neben ihrer beruflichen Laufbahn taucht Queffélec gelegentlich auch in französischen Medien auf, unter anderem wegen ihrer Verbindung zur Schriftstellerin und Regisseurin Amanda Sthers. Ihr eigentliches Tätigkeitsfeld liegt jedoch klar in der politischen und wirtschaftlichen Beratung.

Véronique Queffélec im Überblick

MerkmalInformation
NameVéronique Queffélec
NationalitätFranzösisch
Geburtsjahr1952
BerufBeraterin, Lobbyistin, Public-Affairs-Spezialistin
UnternehmenEuroMédiations SAS
PositionPräsidentin
Standort des UnternehmensParis, Frankreich
TätigkeitsbereichePublic Affairs, Lobbying, institutionelle Beziehungen, regulatorische Beobachtung
FamilieMutter der Autorin und Regisseurin Amanda Sthers

Französische Unternehmensregister führen Véronique Queffélec als 1952 geboren und als Leiterin von EuroMédiations. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Rue du Faubourg Saint-Honoré im 8. Arrondissement von Paris.

Wer ist Véronique Queffélec?

Beruflich gehört Véronique Queffélec zum französischen Umfeld der affaires publiques, also der professionellen Schnittstelle zwischen Unternehmen, Verbänden, politischen Institutionen und Verwaltung.

Das französische Transparenzregister der Haute Autorité pour la transparence de la vie publique, kurz HATVP, nennt sie als Präsidentin von EuroMédiations und als Person, die dort Aufgaben der Interessenvertretung wahrnimmt. EuroMédiations ist seit Dezember 2017 im entsprechenden Register eingetragen.

Auch die Association Française des Conseils en Lobbying et affaires publiques führt Véronique Queffélec als Mitglied und ordnet EuroMédiations Tätigkeiten wie Lobbying, institutionelle Beziehungen sowie die Beobachtung französischer und europäischer Gesetzgebung und Regulierung zu.

Damit lässt sich ihr berufliches Profil wesentlich präziser beschreiben als nur mit dem häufig verwendeten Begriff „Lobbyistin“. Ihre Arbeit umfasst auch politische Analyse, regulatorische Entwicklungen und Kommunikation zwischen Organisationen und staatlichen Entscheidungsträgern.

EuroMédiations und ihre Rolle als Präsidentin

EuroMédiations wurde 1995 gegründet. Unternehmensdatenbanken führen die Gesellschaft heute als aktive französische SAS mit dem Tätigkeitsbereich Unternehmens- und Managementberatung. Véronique Queffélec ist als Geschäftsführerin beziehungsweise Präsidentin eingetragen.

Der offiziell angegebene Unternehmenszweck umfasst unter anderem Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit sowie die Bereitstellung von Informationen zu gesetzlichen und regulatorischen Fragen. Hinzu kommen Maßnahmen zur Information zuständiger Behörden über die Situation von Unternehmen und Organisationen.

Die französische Lobbying-Berufsorganisation AFCL beschreibt das Leistungsspektrum von EuroMédiations mit vier Schwerpunkten:

  • Lobbying und Interessenvertretung
  • institutionelle Beziehungen
  • gesetzgeberische und regulatorische Beobachtung
  • Analyse des politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfelds von Unternehmen und Branchen

Als Branchen nennt die AFCL unter anderem Finanzen, Umwelt, Pharmaindustrie, Lebensmittelwirtschaft, Hochtechnologie und Transport.

Welche Themen vertritt Véronique Queffélec?

Die aktuelle Registrierung bei der HATVP gibt einen ungewöhnlich konkreten Einblick in das Tätigkeitsfeld.

Für EuroMédiations werden dort unter anderem folgende Bereiche genannt:

  • internationale Zusammenarbeit
  • Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft
  • Verteidigung und Sicherheit
  • Energie
  • Umwelt
  • Gesundheit

Das Unternehmen hat außerdem mehrere Organisationen und Unternehmen als aktuelle oder frühere Auftraggeber seiner Interessenvertretung angegeben. Dazu gehören im Transparenzregister beispielsweise Organisationen aus dem Gesundheitsbereich sowie früher Dow Europe.

Diese Angaben zeigen, dass Queffélecs Arbeit nicht auf eine einzelne Industrie beschränkt ist. Entscheidend ist vielmehr die Verbindung zwischen wirtschaftlichen Interessen, Regulierung und politischen Institutionen.

Kontakte zu staatlichen Institutionen

Dass Véronique Queffélec tatsächlich im institutionellen Umfeld tätig war, wird nicht nur durch Firmen- oder Berufsprofile dokumentiert.

In einem Bericht der französischen Nationalversammlung aus dem Jahr 2014 wird sie beispielsweise als Beraterin von EuroMédiations im Zusammenhang mit einer Anhörung zusammen mit dem Gesundheitsdaten-Unternehmen Celtipharm aufgeführt.

Ihr eigenes öffentliches Berufsprofil nennt außerdem Tätigkeiten beziehungsweise Erfahrungen im Umfeld der französischen Nationalversammlung, des Senats und von Ministerien. Dort führt sie auch eine Ausbildung am Institut des hautes études de défense nationale und der Université Panthéon-Sorbonne Anfang der 1990er-Jahre auf. Diese Angaben stammen aus ihrem persönlichen beruflichen Profil und sind daher als Selbstauskunft einzuordnen.

Stationen im Überblick

ZeitraumDokumentierte Station
1991–1992Ausbildung beziehungsweise Tätigkeit im Umfeld von IHEDN und Panthéon-Sorbonne laut Berufsprofil
1995Gründung von EuroMédiations
2014Erwähnung als EuroMédiations-Beraterin in Unterlagen der französischen Nationalversammlung
2016Übernahme des Präsidentinnenamts bei EuroMédiations
2017Eintragung von EuroMédiations in das französische Register für Interessenvertreter
2025HATVP führt weiterhin Aktivitäten der Interessenvertretung von EuroMédiations auf
2026EuroMédiations und Queffélec werden weiterhin in Unternehmens- und Transparenzregistern geführt

Véronique Queffélec und die französische Präsidentschaftswahl 2017

Einer der bekannteren öffentlichen Auftritte Queffélecs entstand im Umfeld der französischen Präsidentschaftswahl von 2017.

Damals arbeitete EuroMédiations mit dem kanadischen Analyseunternehmen Filteris zusammen. Filteris versuchte, politische Trends anhand großer Mengen öffentlich verfügbarer Internetdaten und sogenannter digitaler Gewichtung zu analysieren. Queffélec veröffentlichte selbst Beiträge über die Filteris-/EuroMédiations-Analysen.

Das Projekt wurde in französischen Medien kritisch diskutiert. LCP, der parlamentarische Fernsehsender der französischen Nationalversammlung, bezeichnete Queffélec damals als Pariser Lobbyistin und Partnerin von Filteris über EuroMédiations. Auch Le Monde berichtete ausführlich über die Zusammenarbeit und bezeichnete sie als erfahrene Lobbyistin.

Für eine biografische Einordnung ist diese Episode vor allem deshalb relevant, weil sie zeigt, dass Queffélec neben klassischer institutioneller Interessenvertretung auch mit digitaler Analyse und politischer Kommunikation experimentierte.

Verbindung zu Amanda Sthers

Außerhalb ihrer beruflichen Tätigkeit wird Véronique Queffélec vor allem als Mutter von Amanda Sthers erwähnt.

Sthers, mit bürgerlichem Namen Amanda Queffélec-Maruani, ist eine französische Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Regisseurin. Le Monde bezeichnete Véronique Queffélec in einem Porträt ausdrücklich als ihre Mutter. Biografische Medienprofile von Amanda Sthers bestätigen diese familiäre Verbindung ebenfalls.

Dadurch bestand zeitweise auch eine familiäre Verbindung zum Sänger und Schauspieler Patrick Bruel, der mit Amanda Sthers verheiratet war. Diese persönliche Beziehung sollte jedoch nicht mit Queffélecs eigener beruflicher Bedeutung verwechselt werden: Ihr eigenständiges öffentlich dokumentiertes Profil beruht hauptsächlich auf ihrer Arbeit in Lobbying und Public Affairs.

Internationale Ausrichtung

Ein weiterer Schwerpunkt in Queffélecs eigenen Veröffentlichungen und Berufsangaben ist die internationale Politik.

Ihr LinkedIn-Profil enthält unter anderem Texte über Indien, Sri Lanka und geopolitische Entwicklungen. Dort nennt sie außerdem langjährige Kontakte und wirtschaftliche Aktivitäten mit Indien sowie ein Engagement für Madagascar Entreprises Développement, eine Organisation, die die Gründung kleiner Unternehmen unterstützen soll.

Diese internationalen Themen passen zu den Tätigkeitsfeldern, die auch das französische Transparenzregister nennt. „Coopération internationale“ gehört dort ausdrücklich zu den Bereichen, in denen EuroMédiations Interessenvertretung betreibt.

Häufig gestellte Fragen zu Véronique Queffélec

Wer ist Véronique Queffélec?

Véronique Queffélec ist eine französische Beraterin und Lobbyistin. Sie ist Präsidentin von EuroMédiations SAS, einem Pariser Beratungsunternehmen für Public Affairs, institutionelle Beziehungen und Interessenvertretung.

Was macht EuroMédiations?

EuroMédiations berät Organisationen unter anderem in den Bereichen Lobbying, politische und regulatorische Beobachtung, institutionelle Beziehungen und Analyse des wirtschaftlichen sowie politischen Umfelds.

Ist Véronique Queffélec offiziell als Lobbyistin registriert?

Ja. Die französische HATVP führt EuroMédiations im Register der Interessenvertreter und nennt Véronique Queffélec als Präsidentin sowie als verantwortliche Person für Interessenvertretung.

Ist Véronique Queffélec die Mutter von Amanda Sthers?

Ja. Mehrere Medienquellen, darunter Le Monde, nennen Véronique Queffélec als Mutter der französischen Autorin und Regisseurin Amanda Sthers.

Welche Branchen gehören zu ihrem beruflichen Umfeld?

Die öffentlich dokumentierten Tätigkeitsfelder umfassen unter anderem Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft, Energie, Verteidigung, Sicherheit und internationale Zusammenarbeit.

Welche Rolle spielte Véronique Queffélec bei Filteris?

Während der französischen Präsidentschaftswahl 2017 arbeitete EuroMédiations mit Filteris bei der Analyse politischer Internetdaten zusammen. Queffélec trat dabei öffentlich als Partnerin des Projekts auf und veröffentlichte eigene Analysen.

Fazit

Véronique Queffélec ist vor allem eine französische Expertin für Lobbying, Public Affairs und institutionelle Beziehungen. Ihre langjährige Verbindung zu EuroMédiations ist durch Unternehmensregister, die französische Transparenzbehörde HATVP und die Berufsorganisation AFCL dokumentiert. Ihre Tätigkeit erstreckt sich über verschiedene regulierte Branchen und umfasst sowohl französische als auch internationale Themen. Bekanntheit außerhalb dieses beruflichen Umfelds erhält ihr Name insbesondere durch ihre Tochter Amanda Sthers und durch ihre Beteiligung an politischen Datenanalysen während der französischen Präsidentschaftswahl 2017.

siehe auch : Véronique Jacquier: Karriere, CNews und journalistisches Profil

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